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Ausführlicher Ratgeber: Hypnose beim Zahnarzt in Köln

Wie funktioniert Hypnose beim Zahnarzt?

Zahnärztliche Hypnose versetzt Sie in einen natürlichen Zustand tiefer Entspannung (Trance) – vergleichbar mit einem Tagtraum –, in dem Angst, Stress und Schmerzempfinden beim Zahnarzt deutlich nachlassen, während Sie jederzeit ansprechbar bleiben und die volle Kontrolle behalten. Sie wirkt auf drei Ebenen gleichzeitig: mental, körperlich und neurophysiologisch; dabei steigt die Schmerzschwelle messbar an, der Speichelfluss verringert sich und die Muskelaktivität lässt nach. So werden oft weniger Betäubungsmittel benötigt, und Studien zeigen weniger Schmerzen nach dem Eingriff sowie eine schnellere Wundheilung. Bei topDentis Cologne in Köln-Mülheim sind unsere Behandler nach dem Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose (DGZH) qualifiziert und nutzen Hypnose seit 2009 als festen Bestandteil des topSanft-Konzepts für Angstpatienten. Auf Wunsch kombinieren wir Hypnose mit Lachgas. Auch für Kinder ist sie hervorragend geeignet. Termine über Doctolib oder unter +49 221 66950300.

Fachlich geprüft von , Zahnarzt · Mitglied der DGZH · Zuletzt aktualisiert: 29. August 2026

So läuft es ab — Vorbereitung, Termin und danach

Zahnärztliche Hypnose ist kein Bühnenprogramm und kein Kontrollverlust. Sie ist ein Zustand tiefer, gerichteter Entspannung — und Sie bestimmen ihn mit.

  • Vorbereitung: Sie brauchen nichts mitzubringen und nichts zu lassen. Kein Nüchternsein, keine Begleitperson, kein Medikament. Kommen Sie mit etwas Zeitpuffer — Hektik vor dem Termin arbeitet gegen das Verfahren.
  • Das Vorgespräch klärt, was Sie erwarten, was Sie befürchten und welches Bild oder welcher Ort für Sie angenehm ist. Wir vereinbaren ein Stopp-Signal, das jederzeit gilt.
  • Die Einleitung geschieht über Sprache und Atmung, nicht über ein Pendel. Sie hören die ganze Zeit mit, können sprechen und jederzeit die Augen öffnen. Wer das erste Mal dabei ist, merkt oft erst hinterher, wie tief die Entspannung war.
  • Während der Behandlung arbeiten wir wie gewohnt — mit örtlicher Betäubung, wo sie nötig ist. Hypnose ersetzt sie nicht; sie kann das Schmerzempfinden aber zusätzlich senken und lässt die Zeit kürzer erscheinen.
  • Am Ende führen wir Sie in Ruhe zurück. Es bleibt keine medikamentöse Nachwirkung, weil kein Medikament im Spiel war.
  • Danach: Viele beschreiben ein Gefühl wie nach einem sehr guten Nickerchen. Eine medikamentenbedingte Fahruntüchtigkeit entsteht durch die Hypnose nicht.
  • Alternativen, die wir mit Ihnen abwägen: Lachgas, wenn es schneller wirken soll oder wenn Sie sich auf Sprache schwer einlassen können; eine Beruhigungstablette bei sehr starker Angst — dann mit Begleitperson und ohne Auto an diesem Tag; und das topSanft-Konzept, wenn Zeit und Erklärung reichen.

Ablauf und Zeiten sind Erfahrungswerte dieser Praxis. Die Einordnung folgt der S3-Leitlinie „Zahnbehandlungsangst beim Erwachsenen" (AWMF 083-020).

Risiken und Grenzen der zahnärztlichen Hypnose

Das Verfahren kommt ohne Medikament aus. Das macht es nebenwirkungsarm — aber nicht beliebig einsetzbar.

  • Es wirkt nicht bei jedem gleich gut. Wie tief die Entspannung gelingt, ist von Mensch zu Mensch verschieden und lässt sich vorher nicht sicher sagen. Gelingt es nicht, brechen wir nichts ab — wir behandeln dann auf anderem Weg.
  • Hypnose ersetzt keine Betäubung. Für alles, was wehtun kann, wird örtlich betäubt. Wer glaubt, ohne Spritze auszukommen, wird enttäuscht.
  • Sie ersetzt auch keine Psychotherapie. Bei einer ausgeprägten Angststörung ist sie ein Baustein, nicht die Behandlung. Wo mehr nötig ist, arbeiten wir mit einer Begleitung außerhalb der Praxis zusammen.
  • Unangenehme Empfindungen sind selten und gehen eher auf die Anwendung zurück als auf das Verfahren selbst — ein Grund mehr, es nur mit entsprechender Ausbildung einzusetzen.
  • Bei bestimmten psychischen Erkrankungen ist Zurückhaltung geboten. Sagen Sie uns vorher, wenn Sie in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung sind; das schließt nichts aus, ändert aber das Vorgehen.
  • Sie braucht Zeit. Ein Hypnosetermin ist länger geblockt als ein gewöhnlicher. Das ist der Preis des Verfahrens und der Grund, warum es eine private Zusatzleistung ist.

Grundlage: S3-Leitlinie „Zahnbehandlungsangst beim Erwachsenen" (AWMF 083-020, Stand 2019, derzeit in Überarbeitung) sowie das Curriculum „Zahnärztliche Hypnose und Kommunikation" der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose.

Für wen Hypnose geeignet ist — und wann ein anderer Weg besser passt

Hypnose passt besonders zu Menschen, die wach und bei sich bleiben möchten — und die kein Medikament wollen.

  • Gut geeignet bei tiefer Angst mit dem Wunsch nach Kontrolle, bei Sorge vor Medikamenten, in der Schwangerschaft, bei Würgereiz und bei Menschen, die auf Betäubungsmittel empfindlich reagieren.
  • Gut geeignet auch für Kinder, die sich gern auf Geschichten einlassen. Kindgerechte Sprache ist dabei kein Zusatz, sondern das Verfahren selbst.
  • Weniger geeignet, wenn Sie sich auf Sprache und Vorstellungsbilder schwer einlassen können, wenn ein Eingriff sehr kurzfristig nötig ist oder wenn die Angst jede Vorbereitung verhindert. Dann ist Lachgas der schnellere Weg.
  • Nicht der richtige Weg, wenn eine akute schwere psychische Erkrankung vorliegt. Das klären wir im Vorgespräch, ohne Aufhebens.
  • Was die Qualifikation angeht: Armin Safavi-nab hat das Curriculum „Zahnärztliche Hypnose und Kommunikation" der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose abgeschlossen — 96 Seminarstunden, 32 Supervisionsstunden und drei eigene Fallvorstellungen — und zusätzlich das Anti-Angst-Training am Institut für Psychosomatische Zahnmedizin absolviert.
  • Was die Kasse zahlt: nichts. Zahnärztliche Hypnose ist eine private Zusatzleistung; die Kosten besprechen wir vorab. Einige private Zusatzversicherungen erstatten anteilig.
  • Was wir nicht anbieten: Vollnarkose und Dämmerschlaf. Ist eine tiefere Sedierung medizinisch nötig, verweisen wir an eine geeignete Einrichtung.

Grundlage: S3-Leitlinie „Zahnbehandlungsangst beim Erwachsenen" (AWMF 083-020) sowie das Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose.